Wahnsinn in der Kunst

Der Sammelband Wahnsinn in der Kunst geht der Frage nach, wie sich gesellschaftliche, politische und philosophische Entwicklungen in der kulturellen Imagination des Wahnsinns wieder finden und welche Aussagen sich aus dieser Korrespondenz ableiten lassen. Dass die Definition des Wahnsinns dabei durch soziale Normen in den unterschiedlichen Diskursen etabliert ist, verweist für die Beiträgerinnen und Beiträger immer auf die Konstruiertheit der Kategorien von Vernunft und Wahnsinn. Wie eine Gesellschaft den Wahn darstellt, so das Credo der hier zusammen getragenen Beiträge, verrät viel über ihre Werte, ihre Machtverhältnisse, ihre Befürchtungen.

Wahnsinn in der Kunst versucht dabei keineswegs eine umfassende Abhandlung über den Wahnsinn und seine kulturelle Darstellung zu bieten, sondern verweist gerade in der Zusammenstellung heterogener Beiträge aus Literatur, Kunst, Musik, Film und Theater auf die Vielseitigkeit der Diskurse und Lesarten, die in der Grenzziehung zwischen Vernunft und Wahnsinn offenbar werden. Die Beiträge schreiten deshalb in individuellen Betrachtungen nicht nur die unterschiedlichsten medialen Formen in europäischen und nordamerikanischen Darstellungen ab, sondern bieten auch einen Abriss vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert.

Inhalt

  • SUSANNE ROHR / LARS SCHMEINK – Einleitung: Wahnsinn in der Kunst 1
  • ALEXANDER MEIER-DÖRZENBACH – Zum Sterben schön: Wahnsinnsszenen in Bildern und Musik 9
  • BEATE NEUMEIER – Inszenierungen des Wahnsinns im Theater der Englischen Renaissance: Gender und Genre 27
  • MARC FÖCKING – À la Salpêtrière: Medizinische und literarische Erzählungen der Hysterie in Gustave Flauberts Madame Bovary 53
  • HORST-JÜRGEN GERIGK – Verrückte Russen: Wahnsinn und Wahrheit in der russischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts 71
  • YVONNE WÜBBEN – Somnambulismus und wahnsinniges Wissen. Georg Büchners Lenz 89
  • JOHANN N. SCHMIDT – Schlangengrube: Repräsentationen des Wahnsinns im amerikanischen Spielfilm 103
  • HANS-PETER RODENBERG / DENNIS BÜSCHER-ULBRICH – Schamanismus, Rausch und performative Lyrik in den USA: Allen Ginsberg, Michael McClure und Jim Morrison 121
  • PETER HÜHN – „Mad, bad, and dangerous“: Psychopathen in Verbrechensromanen von Patricia Highsmith und Ruth Rendell 149
  • CLAUDIA HEUER – Facetten der Unzuverlässigkeit: ein psychopathischer Mörder als satirischer Erzähler in American Psycho 167
  • NORBERT GREINER – Die Entmächtigung des Subjekts: Darstellungen von Wahnsinn im Theater der Gegenwart 185
  • SOPHIA KOMOR – Ich bin des Wahnsinns: Literarische Selbstdiagnosen von Frauen 209
  • LARS SCHMEINK – Mythos und ‚Madness‘ – Der Wissenschaftler in Shelleys Frankenstein und Atwoods Oryx and Crake 223
  • Über die Autoren 249
Einleitung
Mythos und Madness
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