Biopunk Dystopias
In Biopunk Dystopias vertrete ich die These, dass wir uns an einem historischen Schnittpunkt befinden, der geprägt ist vom Aufstieg der Biologie zur treibenden Kraft des wissenschaftlichen Fortschritts, von einer stark gewachsenen Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die Gentechnik im Zuge des Humangenomprojekts (1990–2003), von einer sich wandelnde soziologische Sichtweise auf eine „flüssige Moderne“ (Bauman), sowie von sich verschiebenden Diskurse über das Posthumane, einschließlich eines kritischen Posthumanismus, der das privilegierte Subjekt des Humanismus dezentriert. Im Buch argumentiere ich, dass dieser historische Knotenpunkt eine spezifische kulturelle Formation, nämlich den „Biopunk“, hervorbringt, einSubgenre, das sich aus dem Cyberpunk der 1980er Jahre entwickelt hat. Meine Analyse befasst sich mit dystopischen Science-Fiction-Werken verschiedener Medien ab dem Jahr 2000, die eine posthumane Intervention in den zeitgenössischen soziopolitischen Diskurs aufzeigen, der auf der flüchtigen Moderne in der kulturellen Formation des Biopunk basiert. Biopunk bedient sich aktueller posthumanistischer Konzepte, um die zeitgenössische Realität als bereits dystopisch zu kritisieren, und warnt davor, dass die Zukunft nur noch schlimmer werden wird und dass die Gesellschaft ihren Kurs umkehren muss, sonst werde sie alles Leben auf diesem Planeten zerstören.


New Perspectives on Contemporary German Science Fiction
New Perspectives on Contemporary German Science Fiction zeigt die Vielfalt und Bandbreite des deutschen Science-Fiction-Schaffens (SF) in Literatur, Fernsehen und Kino auf. Der Band argumentiert, dass spekulative Fiktionen und Auseinandersetzungen mit dem Fantastischen eine kritische Perspektive bieten, um die Möglichkeiten und Grenzen gesellschaftlicher Paradigmenwechsel zu untersuchen. Lars Schmeink und Ingo Cornils haben Essays zusammengestellt, die sich mit der Renaissance der deutschen SF im 21. Jahrhundert befassen. Der Band macht deutlich, dass deutsche SF sowohl global als auch lokal ist – das Genre befindet sich im Gleichgewicht zwischen international dominanten Formen und deren Anpassung an die deutsche Realität in Bezug auf Migration, Umwelt und Menschenrechte. Die Essays untersuchen eine Reihe von Medien (Literatur, Kino, Fernsehen) sowie relevante politische, philosophische und kulturelle Diskurse.
The Routledge Companion to Cyberpunk Culture
In diesem Band untersuchen internationale Autor*innen die kulturelle Entstehung des Cyberpunk – von Mikroanalysen einzelner Texte bis hin zu Makrodiskussionen über Bewegungen – und bieten den Leser*innen Einblicke in die Cyberpunk-Kultur sowie in Cyberpunk als Kulturphänomen.
Da Technologie nahtlos in unser Leben und unser Selbst integriert ist und sich soziale Systeme in Richtung Globalisierung und Korporatisierung entwickeln, ist Cyberpunk zu einer allgegenwärtigen kulturellen Formation geworden, die unsere techno-digitalen Landschaften des 21. Jahrhunderts prägt. Der „Routledge Companion to Cyberpunk Culture“ zeichnet die Entwicklung des Cyberpunk nach, von seinen historischen Anfängen als literarische Science-Fiction-Form bis hin zu seiner Ausbreitung in andere Medien wie Comics, Film, Fernsehen und Videospiele. Darüber hinaus betrachtet der Companion Cyberpunk als allgemeine kulturelle Praxis und bietet Einblicke in Fotografie, Musik, Mode und Aktivismus. Cyberpunk ist, wie die hier vorgestellten Kapitel argumentieren, mit anderen kritischen theoretischen Grundsätzen unserer Zeit verflochten, wie Posthumanismus, Anthropozän, Animalität und Imperium. Und schließlich ist Cyberpunk ein Vehikel, das sich für den Aufstieg neuer Futurismen eignet, eine Vielzahl von Positionen in unserer regional vielfältigen Realität einnimmt und so unsere Perspektiven auf eine globalisierte technowissenschaftliche Welt sowohl miteinander verknüpft als auch voneinander abgrenzt.


Fifty Key Figures in Cyberpunk Culture
Dieser herausragende Leitfaden ist eine Sammlung fesselnder Essays über einige der bedeutendsten Persönlichkeiten der Cyberpunk-Kultur und zeichnet die facettenreiche Landschaft des Cyberpunk von den 1970er Jahren bis heute nach.
Die Sammlung umfasst Schlüsselpersonen aus verschiedenen Disziplinen, darunter Romanautoren, Kritiker und Kulturtheoretiker, Philosophen und Wissenschaftler sowie Filmemacher, Comiczeichner, Spieleentwickler und Fernsehautoren. Zu den wichtigen und einflussreichen Persönlichkeiten, die behandelt werden, gehören: J. G. Ballard, Jean Baudrillard, Rosi Braidotti, Charlie Brooker, Pat Cadigan, William Gibson, Donna J. Haraway, Nalo Hopkinson, Janelle Monáe, Annalee Newitz, Katsuhiro Ōtomo, Sadie Plant, Mike Pondsmith, Ridley Scott, Bruce Sterling und die Wachowskis. Die Herausgeber fügen zudem ein Nachwort mit „Ehrennennungen“ hinzu, um weitere bemerkenswerte Persönlichkeiten und Gruppen hervorzuheben, die eine Rolle bei der Prägung des Cyberpunk gespielt haben.
Cyberpunk and Visual Culture
In der weitläufigen Medienlandschaft der 1980er und 1990er Jahre schlug die Ästhetik des Cyberpunk tiefe Wurzeln und stützte sich dabei stark auf visuelle Motive, um ihre von realen und fiktiven Medientechnologien geprägte Pracht einer nahen Zukunft darzustellen. Da die heutige Realität immer mehr den in der Science-Fiction vorhergesagten Zukunftsvisionen ähnelt, spricht der Cyberpunk unsere heutige Zeit an und prägt als kulturelles Phänomen die techno-digitalen Landschaften des 21. Jahrhunderts.
Die 15 in diesem Band versammelten Essays befassen sich mit den sozialen und kulturellen Veränderungen, die die Bildsprache und das ästhetische Repertoire des Cyberpunk prägen und thematisieren – von kybernetischen Organismen bis hin zu Licht, Energie und Datenströmen, von Videobildschirmen bis hin zu Stadtlandschaften, von der pulsierenden Energie heutiger Videospiele bis hin zu den visuellen Farbnuancen von Comic-Panels und vielem mehr. „Cyberpunk and Visual Culture“ bietet kritische Analysen, genaue Lektüren und ästhetische Interpretationen genau jener visuellen Elemente, die den Cyberpunk heute definieren, und geht dabei über die Grenzen des rein gedruckten Textes hinaus, um sich auch auf die Bedeutung von Bildern, Formen und Kompositionen zu konzentrieren, die das Herz und die Lebensader von Cyberpunk-Comics, Filmen, Fernsehsendungen und Videospielen bilden.


Future Work: Die Arbeit von übermorgen
Wie werden wir am Ende des 21. Jahrhunderts arbeiten? Haben uns die globalen Konzerne in der Hand oder schaffen wir neue Formen gemeinschaftlicher Tätigkeiten? Grundeinkommen, Fronarbeit, die Jagd auf Credits, Mikrojobs, Job-Tauschbörsen, Künstliche Intelligenz oder Klone? Im Rahmen des BMBF-Forschungsprojekts FutureWork nehmen uns Autor*innen daher in 15 Science-Fiction-Kurzgeschichten in Zukunftsszenarien mit, in denen wir erfahren dürfen, wie sich Arbeitswelten am Ende des 21. Jh. anfühlen.
Fremde Welten
Obwohl die Fantastik (in ihrer umfassenden Definition) immer schon ein Teil unserer Kultur und in ihrer inhärenten Transgressivität ideal für die Verhandlung kultureller, politischer, sozialer und physischer Grenzen geeignet war, besteht bis heute nur eine zögerliche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem von den Fachdisziplinen an den Rand gedrängten Bereich der Populärkultur. Dank des Booms der Fantastik, der in Form von Fantasy, Horror und Science Fiction seit den 1990er Jahren für ein immenses mediales Aufsehen sorgt, besteht von Seiten der Forschung aber seit neuestem ein stetig wachsendes Interesse an diesem populärkulturellen Thema.
Der vorliegende Band greift dieses Interesse auf und führt aktuelle Arbeiten zur Fantastik aus unterschiedlichen Fachdisziplinen (Literatur-, Medien-, Sozial- und Religionswissenschaften) zusammen, um so vorhandene Forschungsrichtungen, wie etwa zur Liminalität, oder bestehenden Debatten, wie im Bereich der Genretheorie, innerhalb der Fantastikforschung aufzuzeigen und eine für die Zukunft notwendige Bestandsaufnahme des jungen Fachbereichs zu leisten, von der aus wichtige Erkenntnisse über die gesellschaftliche Bedeutung der Fantastik möglich sind.


Collision of Realities
Obwohl die Fantastik (in ihrer umfassenden Definition) immer schon ein Teil unserer Kultur und in ihrer inhärenten Transgressivität ideal für die Verhandlung kultureller, politischer, sozialer und physischer Grenzen geeignet war, besteht bis heute nur eine zögerliche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem von den Fachdisziplinen an den Rand gedrängten Bereich der Populärkultur. Dank des Booms der Fantastik, der in Form von Fantasy, Horror und Science Fiction seit den 1990er Jahren für ein immenses mediales Aufsehen sorgt, besteht von Seiten der Forschung aber seit neuestem ein stetig wachsendes Interesse an diesem populärkulturellen Thema.
Der vorliegende Band greift dieses Interesse auf und führt aktuelle Arbeiten zur Fantastik aus unterschiedlichen Fachdisziplinen (Literatur-, Medien-, Sozial- und Religionswissenschaften) zusammen, um so vorhandene Forschungsrichtungen, wie etwa zur Liminalität, oder bestehenden Debatten, wie im Bereich der Genretheorie, innerhalb der Fantastikforschung aufzuzeigen und eine für die Zukunft notwendige Bestandsaufnahme des jungen Fachbereichs zu leisten, von der aus wichtige Erkenntnisse über die gesellschaftliche Bedeutung der Fantastik möglich sind.
Wahnsinn in der Kunst
Der Sammelband Wahnsinn in der Kunst geht der Frage nach, wie sich gesellschaftliche, politische und philosophische Entwicklungen in der kulturellen Imagination des Wahnsinns wieder finden und welche Aussagen sich aus dieser Korrespondenz ableiten lassen. Dass die Definition des Wahnsinns dabei durch soziale Normen in den unterschiedlichen Diskursen etabliert ist, verweist für die Beiträgerinnen und Beiträger immer auf die Konstruiertheit der Kategorien von Vernunft und Wahnsinn. Wie eine Gesellschaft den Wahn darstellt, so das Credo der hier zusammen getragenen Beiträge, verrät viel über ihre Werte, ihre Machtverhältnisse, ihre Befürchtungen. Wahnsinn in der Kunst versucht dabei keineswegs eine umfassende Abhandlung über den Wahnsinn und seine kulturelle Darstellung zu bieten, sondern verweist gerade in der Zusammenstellung heterogener Beiträge aus Literatur, Kunst, Musik, Film und Theater auf die Vielseitigkeit der Diskurse und Lesarten, die in der Grenzziehung zwischen Vernunft und Wahnsinn offenbar werden. Die Beiträge schreiten deshalb in individuellen Betrachtungen nicht nur die unterschiedlichsten medialen Formen in europäischen und nordamerikanischen Darstellungen ab, sondern bieten auch einen Abriss vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert.

