Science Fiction

Die Gegenwart beinhaltet Elemente der Zukunft, Potentiale, aus denen sich Zukünfte entwickeln können. Ein Streichholz hat das Potential ein Feuer zu entzünden, aber es wird nie ein Feuer geben, wenn das Streichholz nicht angerissen wird oder wenn der Wind es ausbläst. Science Fiction ist die Vorstellung der Flamme, die Vision der daraus enstehenden Feuersbrunst. Sie bietet uns Erzählungen, in denen die Potentiale der Zukunft realisiert wurden, ihre Kraft voll entfalten konnten. 

frei nach Steven Shaviro, No Speed Limit

Die technische, die digitale Welt, in der wir leben, ist voller Herausforderungen, Chancen und Risiken für uns alle: intelligente, lernende Maschinen, Bio- und Nanotechnologie, das Internet der Dinge, Cryptowährungen, Roboter, Drohnen und soziale Kreditsysteme. Es geht aber nicht nur darum zu verstehen, wie diese Technologie funktioniert, sondern auch, wie sie uns verändert – als Individuen, als Gesellschaft. Welche Wirkung kann Technik entfalten, auch neben ihrem eigentlichen Zweck? Auf welche anderen Systeme wirkt sie, wie wirken diese zurück? Diese und ähnliche Fragen müssen wir stellen, wenn wir Bedingungen formulieren wollen für eine Lebenswelt, in der alle Lebewesen berücksichtigt werden; für ein Arbeitsumfeld, das sozial und gerecht ist; und für den Erhalt unserer Umwelt.

Dabei können wir nicht anders, als uns von Werten und Tugenden leiten zu lassen, über die wir uns immer wieder neu verständigen müssen. Was bedeuten uns Freiheit und Gleichheit? Was ist Menschlichkeit? Und was macht überhaupt erst den Menschen aus?  Am einfachsten erproben wir diese ethischen Fragen an konkreten Gegenständen, etwa in Form von Popkultur (Film, Literatur, TV, Games…). Diese erlaubt es uns, Szenarien durchzuspielen und den Fokus auf mögliche gesellschaftliche Auswirkungen zu richten. Gerade die Science Fiction (SF) bietet für eine solche „Was wäre wenn?“-Auseinandersetzung eine Vielzahl an Möglichkeiten. Denn für die SF ist oft die technologische Innovation, die einzelne, alles-verändernde Erifndung der Ausgangspunkt, der Fokus des Wandels. Wie ein kleiner Stein, der in einen großen Teich geworfen wird. Wir folgen aufmerksam den Wellen und Veränderungen, die der Stein auf der glatten Oberfläche hinterlässt.

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